Walter Becker

                 
           

Im Alter von 85 Jahren malt Walter Becker, der seit den 70er Jahren mit dem Nachlassen seiner Sehkraft konfrontiert ist, mit großer physischer und seelischer Kraft dieses großformatige Werk in einer von ihm neu entwickelten Technik. Als Bildträger findet hierzu die Rückseite eines Wachstuches ihren Einsatz, deren aufgeraute Malfläche sich in idealer Art mit der pastosen Malweise verbindet. Am Gegenstand der Straßenszene, eines der Hauptmotive des deutschen Expressionismus, fasziniert den Künstler vor allem die Einsamkeit, das anonyme Nebeneinander der Menschen im öffentlichen Stadtleben. Im nahezu aperspektivischen Schwebezustand erscheinen überlängte Figuren mit schemenhaften Physiognomien als rätselhafte Chiffren eines expressiven Realismus im Spätwerk von Walter Becker.

 
 

 

 

 

 
 
 
 
 
 

Walter Becker,

Café 2, 1978, Öl auf Wachstuch

           
  [ HOME ]  
  <<

<

>

>>