Otto Dix

                 
        © VG Bild-Kunst Bonn, 2004  

Bedingt durch seine Amtsenthebung von der Professur an der Dresdner Kunstakademie zu Beginn der Nazi-Diktatur, zieht sich Otto Dix mit seiner Familie in den Hegau zurück. Von 1936 bis zu seinem Tod 1969 wohnt und arbeitet er im eigenen Haus in Hemmenhofen. Während dieser Zeit ist der bis dato hochgehandelte Künstler genötigt, sogenannte „Brotbilder“ auszuführen, um sein finanzielles Fortbestehen zu ermöglichen. Hierzu zählen Auftragswerke, vornehmlich Portraits von bedeutenden Personen aus der Region. Dass das in diesem Fall nicht zutrifft, ist durch die freundschaftliche Verbundenheit von Hannes Ott, dem damaligen Singener Oberstadtbaudirektor und Otto Dix belegt. Eine Vorstudie zu diesem Werk befindet sich ebenfalls in der Sammlung. Dix selbst hat sich zur Thematik der Bildnismalerei in seinem Werk und in seiner Zeit wie folgt geäußert: „Portraitmalen wird heute von den Modernen für eine subalterne künstlerische Beschäftigung gehalten: dabei ist es eine der reizvollsten und schwersten Arbeiten für den Maler.“

 

 
 

 

 

 

 
 
 
 
 
 

Otto Dix, Portrait Hannes Ott

 1960, Öl auf Leinwand

           
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