Georg Meistermann

                 
        © VG Bild-Kunst Bonn, 2004  

Im Alter von 22 Jahren wird Georg Meistermann 1933 von den nationalsozialistischen Machthabern als „entarteter“ Künstler diffamiert und in die innere Emigration getrieben. Erst im Jahr zuvor hat er sein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie aufgenommen. Das von Meistermann als Befreiung empfundene Kriegsende geht mit seiner künstlerischen Emanzipation einher. Bis dahin steht sein Werk voller malerischer Expressivität unter dem Einfluss seines ehemaligen Lehrers, dem rheinischen Expressionisten Heinrich Nauen. Ausgelöst durch das Studium der Glasfenster der Kathedrale von Chartres treten 1938 Linien und lichthaltige Farbflächen in den Vordergrund seines Schaffens. Seine seither gegenstandsfreien Bildfindungen, die absolute Konzentration auf reduzierte Formen und meditativ gestimmte Farbklänge rücken Meistermann stilistisch in die Nähe der Farbraummalerei, als deren prominentester Vertreter der Amerikaner Mark Rothko gilt.

 
 

 

 

 

 
 
 
 
 
 

Georg Meistermann

Blatt in Blau, 1975/76, Öl auf Leinwand

           
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