Fritz Winter

                 
        © VG Bild-Kunst Bonn, 2004  

Fritz Winter, 1905 bei Unna geboren, zählt zu den bedeutendsten ungegenständlichen Künstlern in Deutschland. Angeregt durch seine Studien- und Assistenzzeit am Bauhaus bei Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer und Paul Klee findet er früh zu seiner originären Position von Abstraktion, die er auch während seines Mal- und Ausstellungsverbotes in den Jahren des nationalsozialistischen Regimes in zurückgezogener Arbeit fortführt. Gemäß seiner Devise: „Was ich nicht in der Welt ordnen kann, kann ich stellvertretend auf der Leinwand ordnen und damit einen Beitrag leisten“, komponiert Winter expressive Farbformen, die unmittelbar und kraft ihrer ungezwungenen Energie den eigenen Schöpfungszustand versinnbildlichen. Sie sind weniger Ausdruck einer bewegten, gestischen Bildsprache, als vielmehr einer klaren, bedächtigen Kompositionsweise. Häufig verwendet er dunkle, schwere Farbtöne, über die er ein helles Netzwerk von balkenartigen Formen legt, um die Dunkelheit wieder zu durchbrechen. In seinen Werken schwingt stets ein poetisch-meditativer Grundton mit, der Winter zu einem Hauptvertreter der lyrischen Abstraktion nach 1945 werden lässt.

 
 

 

 

 

 
 
 
 
 
 

Fritz Winter

Ohne Schnittpunkte, 1954, Öl auf Karton

           
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